Archive for May, 2010

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May 31, 2010

1. Nutzen Sie schon elektronische Bücher?

Elektronische Bücher gehören in den meisten mir bekannten Fachgebieten erfreulicher Weise längst zur Normalität. Deswegen gehören auch eBooks für mich und viele Studienkollegen, auch aus anderen Fachgebieten, zum Alltag. Auch wenn oftmals nur elektronische Dokumente (pdf’s) zum Einsatz kommen, meist als Hilfs- oder Kommunikationsmittel im Studium (Aufgabenblätter, Lösungen etc.), ist es nichts ungewöhnliches bei einer Recherche mit der Hilfe eines eBooks zum Ziel zu kommen.

Im Bereich der Informatik, und gerade für Studierende, sind natürlich elektronische Bücher über Programmiersprachen, Grundlagengebiete und neuere Forschungsgebiete weit verbreitet. Zudem gibt es im Internet oftmals Bücher auch kostenlos. Einige Buchverlage stellen zu Werbezwecken regelmäßig frei herunterladbare, professionelle Bücher online. Diese können dann oft auch gedruckt gekauft werden.
Es handelt sich dabei aber nicht nur um Grundlagen-Werke; so hatte zum Beispiel der Verlag entwickler.press vor einiger Zeit einen Adventskalender online gestellt, indem jeden Tag ein fachspezifisches IT-Book zum Herunterladen angeboten wurde. Die Ergebnisseite der Suche nach ‘openbook‘ bei Google landet zahlreiche Treffer bekannter Verlage, z.B. von Galileo Computing. Die Ergebnisse aus der Google Buchsuche Projekt (und ähnliche) würde ich zudem ebenfalls zu den eBooks zählen.
Typisch ist [meiner Erfahrung nach] auch, dass nur kurze Teilausschnitte des Buches gelesen werden; dafür muss bei Büchern im HTML-Format nichtmals das ganze Buch heruntergeladen werden.

Eine andere Sache ist das ‘normale’ Lesen ganzer Bücher, wofür eBook-Reader wie den wohl am Bekanntesten ‘Kindle’ von Amazon gedacht sind. Hier gibt es zwar eine große Auswahl von Büchern, und auch die Eigenschaften des Displays eignen sich hervorragend zum Lesen an beliebigen Orten. In meinem Bekanntenkreis ist mir allerdings niemand bekannt, der solche ein Gerät besitzt.
Meiner Meinung nach birgt aber der Markt für eBooks noch ein enormes Potential, wenn die Akzeptanz solcher Geräte erst einmal gestiegen ist. Hilfreich könnte dabei sein, das Geräte wie das iPad die Aufmerksamkeit auf solche bereits lange existierenden und auch noch kommenden Geräte zieht.

2. Stellen Sie sich vor, Sie sollten ein elektronisches Lehrbuch für Ihren Studiengang herausgeben. Welche Möglichkeiten (zusätzlich oder im Gegensatz zu herkömmlichen gedruckten Lehrbüchern) sollte es bieten?

Zu einem guten elektronischen Buch gehören für mich 3 Punkte:

  • Eine gute Verlinkung innerhalb des Dokuments und weiterführende Links zu externen Inhalten aus dem Internet.
  • Eine überdurchschnittlich gute visuelle Darstellung der geschilderten Sachverhalte, wenn möglich animiert.
  • Zusatzmaterialien wie Folien oder Anwendungen, die auch extra gekauft werden können oder von anderen Usern bereit gestellt werden.

Eine gute Verlinkung innerhalb des Dokuments bedeutet einfach eine Verlinkung von Inhaltsverzeichnis, Bildern und Stichwörtern, wie man es aus vielen pdf’s gewohnt ist. Fehlt hingegen diese Verlinkung, fällt es oft unangenehm sobald man danach sucht.

Eingebetteter Content wie Videos oder animierte Bilder sind sehr hilfreich zum Verständnis des Textes. Leider gibt es immer wieder Formatkriege zwischen den Herstellern, so dass hierfür noch kein akzeptierter Standard geschaffen wurde. Abhilfe könnte ein automatischer Konvertierer für verschiedene Zielgeräte schaffen.

Zusatzmaterialien sollten online zugänglich sein. Allerdings sind gerade Zusatzmaterialien wie Übungen, Folien und Anwendungen meiner Meinung nach besonders wertvolle Hilfsmittel, für die der Autor, möglichst nach einer kostenlosen Vorschau, durchaus eine Zusatzgebühr verlangen darf. Als sehr hilfreich kann sich auch eine von den Autoren / dem Verlag zur Verfügung gestellte Austauschplattform der Leser erweisen. Das kann ein moderiertes Forum sein, oder eine Plattform zum Austausch von Nutzern erstellten Multimedia-Content. Diesen Weg sind zum Beispiel die Macher des Buches “Computer Networking: A Top-Down Approach” gegangen. Dadurch wird nicht nur dem Leser geholfen, sondern auch der Popularität des Autors und seines Buches.

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Äpfel und Birnen

May 17, 2010

Seit 1982 werden Bücher an der UB der TUM nach der sogenannten TUM-Systematik erfasst. Diese Klassifikation gibt 52 Hauptgruppen vor, die wiederum in 999 Untergruppen gegliedert werden können.
Die vorgeschriebene Signatur wurde hier bereits in einem früheren Eintrag bereits vorgestellt; auch in den Bibliotheksregalen werden die Bücher nach der  TUM-Systematik angeordnet.

Steht man vor dem Bücherregal, können durch dieses System dann schnell zusätzliche Bücher gefunden werden, die zu dem gewünschten Thema passen könnten. Mir selbst sind dadurch schon ein paar Mal Bücher aufgefallen (in dem speziellen Fall Handbücher zu anderen Informatik-Tools mit einem ähnlichen Anwendungsfall).

Die Aufstellung von anderen größeren Bibliotheken kenne ich zwar nicht besonders gut, aber ich erinnere mich noch an die Einteilung in der Bibliothek der kleinen Stadt, in der ich aufgewachsen bin. Diese wurden zunächst auch in grobe Kategorien unterteilt: Es waren in etwa Bücher für Erwachsene, Bücher für Kinder & Jugendliche, Sachbücher, Hörbücher. Die Kategorien waren auch räumlich voneinander getrennt. In der Jugendbücherecke gab es dann wieder Sektionen für Abenteuer-, Unterhaltungsbücher und Comics, Eine Ecke mit Büchern für Mädchen usw. Innerhalb der Sektionen waren die Autoren nach Namen sortiert, zur Ausleihe war ein Barcode aufgedruckt.

Die Bücher bei mir zu Hause werden nicht so professionell sortiert: Alle paar Wochen bis Monate wird das Bücherregal neu angeordnet, wobei einfach die aktuellen Bücher nach ganz vorne gestellt werden, ein paar Bücher zur Unterhaltung daneben, dahinter ein paar weniger oft gebrauchte, und der Rest wandert mit der Zeit nach hinten und schließlich in Kisten. Bis jetzt hat dieses System recht gut funktioniert.

In der Online-Suche der UB der TUM kannte ich auf jeden Fall noch nicht die Möglichkeit, nach den Kategorien (den Hauptgruppen zu suchen) der TUM-Systematik zu suchen. Hier dürfte vor allem die Suche mit dem alphabetischen Register nützlich sein. Schließlich bin ich froh, nun den Unterschied zwischen Titelstichwort und Schlagwort zu kennen! Die Suche nach Schlagwort scheint bei Recherchen zu einem Thema wesentlich hilfreicher zu sein, vor allem in Verbindung mit dem alphabetischen Register. Bis jetzt habe ich jedoch immer nur nach bestimmten Titel gesucht.

Buchsuche

May 11, 2010

Während wir in der letzten Übung in den Umgang mit citavi eingestiegen sind, befassten sich die Folien für diese Woche wieder mit der Buchsuche und -ausleihe.

Auf den Folien zur Suche nach mehrbändigen Werken sind viele gut eingerahmte Screenshots, was das durchlesen sehr verständlich macht. Erst durch die Übung bleibt es aber auch im Gedächtnis, denn wer nicht zufällig gerade selbst nach einer Buchserie suchen muss, wird diese neue Information kaum selbst ausprobieren.
Auch die Folien zur Fernleihe helfen verständlich weiter, gerade da die Funktion “Suche automatisch erweitern” gut versteckt ist.

Die Fernausleihe hätte ich beinahe einmal selbst benutzt. Es handelte sich meiner Erinnerung nach um ein Standard-Werk für Computer Grafik, welches aber quasi immer ausgeliehen ist. Der Bestellvorgang über die Fernleihe hat mich damals jedoch abgeschreckt: Erstens muss man recht viele Klicks machen, wodurch man schnell den Eindruck bekommen kann, man hätte die “falsche Abzweigung” genommen. Zweitens werden an manchen Stellen recht lange Versandzeiten in Aussicht gestellt, und drittens wird man von der “Drohung”, man müsse ein angemeldeter Benutzer sein (was man mit seinem TU-Konto jedoch meistens bereits ist!) abgeschreckt. Wenn diese Option das nächste mal zur Verfügung steht, wird sie mir nun jedoch wieder attraktiver erscheinen.

Der Name “Gateway Bayern” hatte ich von den Suchergebnissen demnach bereits gekannt, den Karlsruher Virtueller Katalog hingegen nicht. Die internationale Buchsuche sieht beeindruckend aus, aber ich glaube nicht dass ich sie in absehbarer Zeit benötigen werde – ich könnte mir vorstellen das sie vor allem bei sehr tiefgehender Recherche zu einem Thema in Anspruch genommen wird.

Bei der letzten Übung hat die Leiterin (Frau Dr. Schlindwein) große Teile der Übung selbst vorgestellt. Dieses Vorgehen fande ich allerdings sehr gut, da wir alle an den Rechnern die Aufgaben parallel dazu bearbeiten konnten, ohne lange die Position einzelner Funktionen in der Benutzeroberfläche suchen zu müssen. Dadurch konnten wir das Aufgabenblatt auch gerade in der angegeben Zeit zu Ende bringen, was bei der Buchsuche in der Woche davor bei mir nicht der Fall war.
Die Aufgabenblätter sind meiner Meinung nach folglich zeitlich recht knapp bemessen, mit der entsprechenden Hilfe aber gut lösbar. Die Aufgaben bauen aufeinander auf, und am Ende der Stunde hat man demnach einiges neues gelernt. Eine rasche Besprechung der Lösung nach jeder Aufgabe fande ich dabei sehr hilfreich, dadurch weiss man dass eine Aufgabe abgeschlossen werden sollte, um noch bis zum Ende der Stunde fertig zu werden. Das Lösungsblatt reicht bei für die nicht vollständig verstandenen Fragen meiner Meinung nach auch völlig aus, da die Aufgaben praxisorientiert sind.

citavi, zotero

May 4, 2010

Die Installation von Citavi lief unter Windows 7 (64 Bit) problemlos. Ich habe mich jedoch dafür entschieden hier ein anderes Literaturverwaltungsprogramm vorzustellen, welches mir vor kurzem empfohlen wurde: Zotero. Mit der Vorstellung dieses Programms möchte ich die 4 Fragen der dieswöchigen Hausaufgabe  beantworten.

Zotero  ist ein freies Open Source-Programm, welches als Erweiterung für Firefox installiert wird. Innerhalb von Firefox können damit Links zu Webseiten, pdf-Artikeln und Buchlisten gesammelt und später zitiert werden. Die Links werden mit Stichwörtern versehen und in einer Datenbank gespeichert, welche bei Bedarf am unteren Rand von Firefox eingeblendet wird und leicht zu bedienen ist.

Das besondere an Zotero ist aber, dass auf einer Website angebotene Buchbeschreibungen automatisch erfasst und mitsamt allen Metadaten in die Datenbank übernommen werden können. Dafür setzt Zotero einen Parser ein, der die Buchbeschreibungen nach bestimmten Mustern durchsucht und so Autor, Verlag etc. automatisch zuordnen kann. Viele Seiten, welche Literatur zum Beispiel zur wissenschaftlichen Recherche anbieten, halten sich bei der Literaturangabe aber auch an offene Standards wie COinS oder unAPI, wodurch die Buchdaten von Zotero direkt ausgelesen werden können. Der “Citavi Picker” verspricht ähnliche Funktionen.

Ist man also auf einer Seite mit Buchverweisen unterwegs, zum Beispiel Amazon, wikipedia, PubMed, Google Books oder einem Anbieter von pdf-Artikeln, lassen sich mit einem Klick auf den Button die von Zotero gefundenen Bucheinträge in die Datenbank aufnehmen. Ein weiteres, in citavi meiner Information nach so nicht vorhandenes Feature ist das collaborative editieren bzw. Austauschen von Buchlinks mit einem bestimmten Nutzerkreis (zum Beispiel Forschungskollegen). Da es sich um ein Plugin für Firefox handelt ist Zotero plattformübergreifend; die gefundenen Links lassen sich so leicht weitergeben. Ein weiteres Feature ist das Abspeichern ganzer Websites, wenn man eine nur online zugängliche Quelle gefunden hat.

Schließlich erlaubt auch Zotero das erstellen von Literaturverzeichnissen für verschiedene Programme, so etwa in einem geöffnetes Microsoft Word Dokument (über ein Plugin) oder das direkte Zitieren aus einem Artikel in der Datenbank. Auch für BibTeX und damit LaTeX lässt sich über die Export-Funktionen das Verzeichnis erstellen.

Das hinzufügen von Einträgen in Zotero funktioniert erstaunlich gut und ist leicht zu erlernen. Die Kombination mit Word / BibTeX braucht etwas Übung, ist aber nicht schwierig. Für den weiteren Verlauf der Vorlesung werde ich aber zunächst bei citavi bleiben, da auftretende Fragen so wahrscheinlich besser beantwortet werden können.

ub.tum

May 4, 2010

In der zweiten Übung drehte sich alles um die Benutzung des Online-Katalogs der Unibib. Die meisten Studenten kennen den Service spätestens daher, weil sie versucht haben ein Buch zu einer Vorlesung auszuleihen. Einige hilfreiche Informationen die wir im Laufe der Übung kennen gelernt haben:

  • Auch wenn man zu Beginn die gewünschte Teilbibliothek aussuchen muss, wird immer der gesamte Bestand durchsucht.
  • Bei der Anzeige der Suchergebnisse kann man anhand des Icons links neben des Eintrags bereits sehen, um was für ein Buch es sich handelt (Buch, Buch einer Serie, Dissertation, …).
  • Die meisten der aktuellen Abschlussarbeiten sind auch online abrufbar.
  • Die zusätzlichen Suchkriterien (unterhalb der Sucheingabe) können durchaus hilfreich sein, vor allem “Sprache” und “Erscheinungszeitraum von”.
  • Ist man sich bei dem Namen eines Autors nicht sicher, kann man einen Teil des Namens eingeben und den Rest mit einem Stern abkürzen (im Beispiel: “Kirchm*”). Dann klickt man auf “Index” neben dem Suchfeld und erhält eine Liste passender (Autoren)Namen. Etwas versteckt, rechts oben am Bildschirm, kann der gewünschte Name dann übernommen werden.
  • Möchte man den genauen Ort eines noch unbekannten Ausleihortes nachschlagen, zum Beispiel die Adresse eines Lehrstuhls, merkt man sich zunächst die ersten vier Buchstaben der Signatur (zum Beispiel 0102 für die normale TB Informatik). Oben Links unter dem Reiter “Weitere Angebote” gibt es dann eine Standortliste, die sogenannte Sigelliste, bei der man den entsprechenden Nummernbereich anklicken kann. Der Lehrstuhl ist in der Regel verpflichtet, das Buch zumindest zur Einsicht herauszugeben, da es von öffentlichen Mitteln bezahlt wurde.
  • Mehrere Autoren müssen in der Sucheingabe über das Dropdown “und” verknüpft werden.